Sonntag, 31. Oktober 2010

Der Soldat des Königs

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht mit ihm, und er war ein wenig traurig, dass das Kostüm jetzt
in den Fundus übergeht. Vielleicht bist Du ja in zwei Jahren wieder dabei.

Von der Maske diese lustige Bart, danke, dass ihr den mitgebracht habt. Der war ganz toll.
Der Stoff, ein schwerer Rips aus der Dekoabteilung mit ein wenig Glanz in grau und rosa.
Eine riesige Pumphose, wie bei seinem Herrn, dem König, nur in lang. Dazu eine rosa Weste mit großen goldenen Knöpfen. Auf den Kopf einen Helm aus verstärktem Silberjersey, der nach jeder Rauferei zerdrückt war, und zu Beginn der neuen Vorstellung wieder perfekt glänzte. Überhaupt fand ich das ganz toll, wie Du Dein Kostüm mit bespielt hast, nach den Raufereien warst Du ganz zerpflückt und zur Bekanntmachung des Sieges war wieder alles perfekt, danke, das war große Klasse. (Vielleicht guckst Du ja hier mal rein)


Der Hit, die Schnabelschuhe, ich liebe Mi-Parti, das musste irgendwo hin, also sind die Schnabelschuhe zweifarbig, außen rosa, innen grau, der Mann trägt Schuhgröße 46!!

Der Teufel

Wird angeredet mit
Hey, Süße!!!!
Dagmar sang und spielte sich den Teufel aus dem Leib,
wunderbar- sie ist sonst ganz brav, hat alle lieb und friert im Sommer.
Doch aufgetreten ist Satan so:



Allein an diesem Abendkleid habe ich über 10 Stunden gearbeitet. Der Entwurf, Schnitterstellung, Zuschnitt und dann das Zusammennähen der vielen Teile. Flammen am Ausschnitt und an der Taille, die zweifarbig sind. Godets, vorne kürzer als hinten, so dass eine Schleppe entstand, und dazu dann noch diese flammenden Arm-Stulpen aus dem gleichen Material. Überhaupt dieser Stoff erwies sich als supertoll. Nachdem ich die Nähte ausgebügelt hatte, hat dieses Kleid nie wieder ein Bügeleisen gesehen und war perfekt. Ein Outdoorstoff von Gerry Weber, der sie immer warm gehalten hat. Wir haben richtig viele Komplimente dafür eingeheimst.

Der Engel aus dem Chor

Engelsgleich sang sie das Requiem, so schön und funkelnd.



Ein Kostüm, wie die anderen Chordamen auch, dazu viel Glitzer auf den Haaren und der Haut.




Die Chorkostüme, ca. 90 hatten wir sehr durchdacht.
Sie mussten für große, kleine, dünne und dicke Frauen funktionieren. Sie mussten irgendwie historisch sein, aber nicht wirklich einzuordnen, sie mussten ganz viel Licht reflektieren, denn das Bühnenbild wurde per Beamer auf eine Leinwand und den Chor projeziert. Wir haben uns also für ein Wickelmodell entschieden, das Vorne untendrunter und Hinten obendrüber geknotet werden sollte. Eine Passe mit eingekräuselter Weite erfüllte unsere Ansprüche an schönes Verpacken von viel oder wenig Weiblichkeit. Wir haben zu zweit eine Woche lang täglich zugeschnitten, bis wir diese Massen bewältigt hatten. Lange Kostüme für lange Frauen, kurze Kostüme für kurze Frauen, in S,M, L und X bzw. XXL.
Ganz Großes Dankeschön an alle Chordamen, die mitgenäht haben!!!!



Kinderchor war auch mit dabei, da wussten wir erst Ende September, wer mitsingen würde, und welche Größen diese Kinder haben. Die Kostüme wurden dann ähnlich, wie beim Chor, nur nicht zum Wickeln, sondern an den Seiten zugenäht.



Sie waren unten etwas eng, dass die Kinder keine großen Schritte mehr machen konnten,
und so ein langsamer, würdevoller Gang gesichert war.
Sie bekamen gelbe Passen, und es war so ein schönes Gesamtbild die Kinder vor den Erwachsenenchören.

Montag, 13. September 2010

Kastanien, die ersten

Der Herbst ist da!
Die ersten reifen Kastanien werden mittags aus der Schule mit nach Hause gebracht, Eicheln gab es auch ein paar. Aber den Rasen haben wir noch nicht das letzte mal gemäht, dieses Jahr.
Zum basteln waren es noch zu wenig, daher haben die Damen mal ein Gesicht gelegt.
Wie gut, dass wir einen Gartentisch mit solchen Feldern drauf haben.
Liebe Grüße,
Wibke

Freitag, 10. September 2010

Heute im Westfälischen Anzeiger

Heute war ein Bericht über mich in der örtlilchen Presse,
aber lest selbst:

WERNE ▪ Zeit ist in diesen Tagen für Wibke Filipponi knapp. Die Modisten-Meisterin (Hutmacherin) schneidert an einer besonderen Kollektion. Damit sollen aber keine abgemagerten Models ausgestattet werden, sondern die Akteure des Musicals „Christophorus“, das zur Local-Heroes-Woche im Kolpingsaal seine Uraufführung erleben wird.
Schöne Handarbeit: Wibke Filipponi hält sich eines der Kostüme an, die sie ehrenamtlich für das Musical „Christophorus“ entworfen hat. Ende des Monats ist Anprobe. ▪

© Lunemann

Schöne Handarbeit: Wibke Filipponi hält sich eines der Kostüme an, die sie ehrenamtlich für das Musical „Christophorus“ entworfen hat. Ende des Monats ist Anprobe. ▪

Kantor Hans-Joachim Wensing hat das Werk komponiert und arrangiert. Es erzählt die Geschichte des Christophorus, Schutzpatron der Stadt Werne.

Es gibt schon kuriose Fügungen. Für ein Musical werden selbstverständlich passende Kostüme gebraucht. „Die nähe ich“, meldete sich Wibke Filipponi ganz spontan. Sie saß mit Dagmar Wensing, der Frau des Komponisten, im Kichencafé in Nordkirchen und hörte das erste Mal von dem Projekt. Als Wensing wegen der Kostüme ratlos mit den Schultern zuckte, war die Modistin gleich Feuer und Flamme. „Da wusste ich noch nicht, dass es 114 Kostüme sein sollten“, sagt sie und lacht. Nun sitzt sie vor ihrem großen Tisch, der über und über mit Stoffen bedeckt ist.

An Rosenmontag ging die 36-Jährige ans Werk. Die Helferinnen wurden eingewiesen, Entwürfe besprochen, Stoffe zugeschnitten. Für die Mitstreiterinnen bot Filipponi eigens einen Nähkurs in der Familienbildungsstätte an. Helferinnen sind dringend notwendig, denn allein für die Chorsänger werden 93 Gewänder benötigt. Bleiben noch 21 Kostüme, mit denen die Hauptdarsteller herausgeputzt werden. Wibke Filipponi entwickelte Fahnen für den Königshof, Helme für Soldaten, Sultanshosen und ein Ballkleid für den Teufel, der als verführerische Dame auftritt. All diese Kleider müssen natürlich auch noch genäht werden.

Die Freude am Umgang mit Stoffen hat Wibke Filipponi schon früh entdeckt. Sie machte eine Ausbildung zur Modistin in einem kleinen traditionellen Hutsalon in Hattingen. Schon während der Ausbildung heimste sie mehrere Preise für ihrer Kreationen ein, und bei der Gesellenprüfung bekam sie dann ein Stipendium. „Davon habe ich meinen Meister gemacht“, sagt sie. Nach der Ausbildung fand sie eine Anstellung am Opernhaus in Düsseldorf, wo sie die Hutabteilung leitete.

Als Tochter P. vor neun Jahren zur Welt kam, blieb Wibke Filipponi zu Hause und entdeckte dabei den Spaß am Schneidern. Heute kleidet sie sich und ihre beiden Töchter – F. gesellte sich vor sechs Jahren zu den Filipponis – ein. Sie näht auch bunte, fröhliche Kindersachen und Mützen, die sie auf Märkten anbietet. Und wie das Leben so spielt: Der ehrenamtliche Einsatz trägt Früchte. Ende September bietet Filipponi in der Fabi einen eigenen Nähkursus an.

Bis dahin wird die Nadel an der Nähmaschine wohl noch glühen. Ende September müssen alle Kostüme fertig sein, damit noch genügend Zeit für die Anproben bleibt. Am 30. Oktober soll schließlich nicht nur stimmlich alles perfekt sein, sondern auch kein Kostüm mehr „kneifen“.

Vielen Dank Frau Lunemann für diesen schönen Artikel.

Liebe Grüße,

Wibke

Donnerstag, 9. September 2010

Gib mir 5


Dieser Taschenschnitt begeistert mich.
Gib mir 5
Hier aus zwei unterschiedlichen Stoffen aus einer Kollektion vom Möbelschweden.
Verziert mit einer schmalen, schwarzen Zackenlitze und einem wunderschönen alten Knopf, der mit einer Gummischlaufe geschlossen wird.
Verstellbarer Trageriemen, damit man sie über der Schulter und auch quer über der Brust tragen kann, und die Länge trotzdem stimmt.
Sie ist wirklich geräumig, und durchaus beim Shoppen zu gebrauchen.
Mit diesen Stoffen sieht sie echt sportlich aus.
Ein Geburtstagsgeschenk für eine gute Freundin.
Wie sie mir aber berichtet hat, leiht ihre Teenie-Tochter sich gerne die Tasche aus.
Da freue ich mich sehr, denn Teenie- Geschmack zu treffen ist ja auch immer was ganz besonderes.
Liebe Grüße,
Wibke

Dienstag, 7. September 2010

Bobby Car

Sooo kalt ist es heute, brrr.
Eine Tochter schnieft, die andere hustet, ich sitze hier mit Stricksocken und warmem Tee. Habt ihr schon die Heizung an? Wir streuben uns noch, und haben noch den Sommer-Modus. Aber wenn, wie heute, gar keine Sonne durch die großen Fenster kommt, dann wärmt sich hier nix auf, dann müssen wir doch bald umstellen.



Genäht habe ich etwas kleines warmes aus blaugrauem und dunkelblauem Fleece.
Ein ganz süßer Pulli für einen kleinen Bobby-Car Fan.
Das große Auto auf der Tasche ist festgenäht, das kleine an der Schnur ist eine Fingerpuppe. Damit kann man dann auch Rennen fahren.
Die Kapuze mit großem Halsausschnitt und zum Zuknöpfen, denn der Kopf ist groß und der Hals ist dünn, soll aber trotzdem warm bleiben. Gefüttert ist sie mit Ringelstoff von Sanetta, damit sich die Haare nicht so aufladen. Ein paar Rad-Stickis schmücken die Kapuze und das Rückenteil.
Liebe Grüße,
Wibke